{"id":9349,"date":"2020-10-26T10:57:17","date_gmt":"2020-10-26T09:57:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.invesdor.de\/magazin\/?post_type=glossary&amp;p=9349"},"modified":"2020-10-26T10:57:17","modified_gmt":"2020-10-26T09:57:17","slug":"negativzinsen","status":"publish","type":"glossary","link":"https:\/\/www.invesdor.de\/blog\/glossary\/negativzinsen\/","title":{"rendered":"Negativzinsen"},"content":{"rendered":"<p>Negativzinsen werden oft auch als <strong>Strafzinsen<\/strong>, <strong>Minuszinsen<\/strong> oder <strong>Verwahrentgelt<\/strong> bezeichnet.<\/p>\n<h2>Was sind Negativzinsen?<\/h2>\n<p>Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Europ%C3%A4ische_Zentralbank\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Europ&#xE4;ische Zentralbank EZB<\/a> verlangt seit 2014 von den Banken und Sparkassen f&#xFC;r alle Einlagen eine Negativverzinsung pro Jahr. Die <strong>Idee<\/strong> ist, dass <strong>Banken<\/strong> so <strong>vermehrt <a class=\"glossaryLink\"  title=\"Glossary: Darlehen\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; siehe Nachrangdarlehen &lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/www.invesdor.de\/blog\/glossary\/darlehen\/\"  target=\"_blank\"  data-mobile-support=\"0\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Darlehen<\/a><\/strong> ausgeben, um Strafzinsen zu vermeiden und auf diese Weise die <strong>Wirtschaft angekurbelt<\/strong> wird.<\/p>\n<p>Die Negativzinsen werden von den Banken jedoch immer h&#xE4;ufiger direkt <strong>an Privatkunden<\/strong> und <strong>Firmenkunden weitergegeben<\/strong>. Oft f&#xE4;llt der Negativzins direkt ab dem ersten Euro an. Das bedeutet, dass die <a class=\"glossaryLink\" title=\"Glossary: Liquidit&#xE4;t\" aria-describedby=\"tt\" data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Die Liquidit&#xE4;t bezeichnet die F&#xE4;higkeit und den Willen eines Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen zu einem vereinbarten Termin und in voller H&#xF6;he nachzukommen. Das interne Controlling eines Unternehmens ermittelt die Liquidit&#xE4;t, um Aufschluss dar&#xFC;ber zu erlangen, ob das Unternehmen in Zukunft in Zahlungsschwierigkeiten geraten kann.Hat ein Unternehmen keine ausreichenden liquiden (fl&#xFC;ssige) Mittel, k&#xF6;nnen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr erf&#xFC;llt werden, was zur Insolvenz des Unternehmens f&#xFC;hren kann.&amp;lt;strong&amp;gt;Siehe auch Ausfallwahrscheinlichkeit.&amp;lt;\/strong&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &lt;\/div&gt;\" href=\"https:\/\/www.invesdor.de\/blog\/glossary\/liquiditaet\/\" target=\"_blank\" data-mobile-support=\"0\" data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex=\"0\" role=\"link\">Liquidit&#xE4;t<\/a> kontinuierlich reduziert wird. So verlieren Unternehmen und Privatpersonen bei Banken nicht mehr nur indirekt durch <a class=\"glossaryLink\"  title=\"Glossary: Inflation\"  aria-describedby=\"tt\"  data-cmtooltip=\"&lt;div class=glossaryItemBody&gt; Unter Inflation versteht man den anhaltenden Anstieg des allgemeinen Preisniveaus. Das bedeutet, dass Preise f&uuml;r Waren und Dienstleistungen steigen und dadurch der Wert des Geldes sinkt. Man spricht daher auch von einer Geldentwertung: K&auml;ufer k&ouml;nnen sich also f&uuml;r denselben Betrag weniger kaufen als vorher. Das Gegenteil von Inflation ist eine Deflation.&amp;lt;br\/&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;Wie kommt es zu Inflation?&amp;lt;\/strong&amp;gt;Inflation entsteht, indem eine h&ouml;here Geldmenge in Umlauf gebracht wird. Das f&uuml;hrt dazu, dass das Preisniveau ansteigt. Die Gr&uuml;nde, warum sich eine h&ouml;here Geldmenge im Umlauf befindet, k&ouml;nnen unterschiedlich sein.Ein Grund k&ouml;nnen gestiegene Produktionskosten sein, z.B. durch h&ouml;here Lohnkosten oder Rohstoffpreise. Um den Gewinn m&ouml;glichst stabil zu halten, erh&ouml;hen die Produzenten, H&auml;ndler oder Dienstleister die Preise ihrer Produkte. Das hei&szlig;t, dass Kunden dasselbe Produkt zu einem h&ouml;heren Preis kaufen m&uuml;ssen. Die Kaufkraft des Geldes sinkt. Genauso ist es m&ouml;glich, dass Verbraucher so viele Produkte und Dienstleistungen kaufen wollen, dass das Angebot nicht ausreicht. Diese G&uuml;terverknappung kann ebenfalls zu einem steigenden Preisniveau f&uuml;hren.&amp;lt;strong&amp;gt;Kann Inflation gesteuert werden?&amp;lt;\/strong&amp;gt;Zentralbanken wollen die Inflation lenken, indem sie die umlaufende Geldmenge ver&auml;ndern. Die Idee: Je mehr Geld sie z. B. durch niedrige Zinsen in Umlauf bringen, desto weniger ist es wert und desto schneller steigen die Preise. Zentralbanken stehen verschiedene Mechanismen zur Verf&uuml;gung, um die Geldmenge zu steuern. Der wichtigste Weg ist die Steuerung der Leitzinsen, zu denen Banken und Sparkassen sich Geld bei der Zentralbank beschaffen und anlegen k&ouml;nnen. Damit beeinflussen sie indirekt die Konditionen f&uuml;r Endverbraucher bei Krediten und Spareinlagen. Zentralbanken k&ouml;nnen aber auch direkt Einfluss &uuml;ber die M&auml;rkte nehmen, indem Sie zum Beispiel Anleihen und Aktien an den B&ouml;rsen kaufen. Da sich die umlaufende Geldmenge dadurch schneller erh&ouml;ht als die vorhandenen G&uuml;ter &ndash; also das Angebot &ndash; steigen die Preise der G&uuml;ter und die Kaufkraft der Kunden sinkt. Im Euro-Raum hat die Europ&auml;ische Zentralbank (EZB) die Kontrolle &uuml;ber die Geldmenge.&amp;amp;nbsp; &lt;\/div&gt;\"  href=\"https:\/\/www.invesdor.de\/blog\/glossary\/inflation\/\"  target=\"_blank\"  data-mobile-support=\"0\"  data-gt-translate-attributes='[{\"attribute\":\"data-cmtooltip\", \"format\":\"html\"}]' tabindex='0' role='link'>Inflation<\/a>, sondern zus&auml;tzlich direkt durch den Abzug von Negativzinsen. Andere Banken verlangen Strafzinsen &uuml;ber einer Einlage von 20.000 Euro, 50.000 Euro, 100.000 Euro oder auch ab 250.000 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Negativzinsen werden oft auch als Strafzinsen, Minuszinsen oder Verwahrentgelt bezeichnet. Was sind Negativzinsen? Die Europ&#xE4;ische Zentralbank EZB verlangt seit 2014 von den Banken und Sparkassen f&#xFC;r alle Einlagen eine Negativverzinsung pro Jahr. 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