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Pre-IPO Investing

Wachstum vor dem Börsengang: Die Chance im Pre-IPO-Markt

In den vergangenen Jahren hat ein Großteil der bedeutendsten Wertsteigerungen an den globalen Märkten stattgefunden, noch bevor Unternehmen überhaupt an die Börse gegangen sind. Anleger, die frühzeitig Zugang zu Unternehmen wie Airbnb, Uber oder Snowflake erhalten hatten, konnten zwischen den letzten privaten Finanzierungsrunden und dem jeweiligen Börsengang erhebliche Bewertungszuwächse verzeichnen.

Airbnb beispielsweise wurde 2017 auf dem privaten Markt mit rund 31 Milliarden US-Dollar bewertet – kurz nach dem Börsengang lag die Marktkapitalisierung bereits bei über 100 Milliarden US-Dollar. Snowflake wiederum gehörte zu den größten Software-Börsengängen aller Zeiten und bot Frühinvestoren deutliche Bewertungszuwächse gegenüber der letzten privaten Finanzierungsrunde.

Zuletzt haben Unternehmen wie OpenAI, Anthropic und Oura eindrucksvoll gezeigt, wie schnell sich Bewertungen im Spätphasen-Privatmarkt entwickeln können – getrieben von technologischen Durchbrüchen, rasanter Verbreitung und globaler Marktpositionierung.

Der Zugang zu diesen Möglichkeiten war bislang jedoch traditionell auf institutionelle Investoren, Venture-Capital-Fonds und vermögende Privatpersonen beschränkt.

Warum Invesdor Pre-IPO-Investments anbietet

Bei Invesdor sind wir der Überzeugung, dass Anleger in der Lage sein sollten, diversifizierte Portfolios über den gesamten Unternehmenslebenszyklus hinweg aufzubauen. Invesdor bietet bereits Zugang zu wachstumsstarken Startups und Scale-ups über Eigenkapitalfinanzierungen sowie zu etablierteren KMUs, erneuerbaren Energien und Immobilien-Investments über festverzinsliche Schuldtitel. Dazwischen klaffte jedoch bislang eine Lücke.

Pre-IPO-Investments sind darauf ausgelegt, genau diese Lücke zu schließen: Sie ermöglichen Anlegern den Zugang zu Unternehmen in der Spätphase, die bereits weit entwickelt sind und häufig einen klaren Weg in Richtung Börsengang oder strategischen Exit in den nächsten Jahren vor sich haben.

Das Ziel ist es, Investoren eine Beteiligung an der Wertschöpfung von der frühen Wachstumsphase bis hin zur Pre-IPO-Stufe zu ermöglichen – bei voller Transparenz darüber, dass diese Investments illiquide und mit hohen Risiken verbunden sind und nur als Teil eines diversifizierten Portfolios betrachtet werden sollten.

Wir sind eine auf Impact ausgerichtete Investmentplattform. Gleichzeitig glauben wir daran, den Zugang zu einem breiteren Spektrum an Möglichkeiten zu erweitern – einschließlich Pre-IPO-Investments. Die Unternehmen, über die wir derzeit Einblick haben, sind zwar nicht primär impact- oder ESG-orientiert, doch wir beobachten diesen Bereich aktiv und streben an, künftig auch mehr wirkungsorientierte Möglichkeiten einzubeziehen.

Was ist Pre-IPO-Investing? Eine Einführung

Investitionen in Unternehmen vor deren Börsengang waren traditionell institutionellen Investoren, Venture-Capital-Fonds und sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten. Inzwischen hat sich der Zugang jedoch schrittweise geöffnet, sodass ein breiteres Anlegerspektrum an diesem Bereich teilhaben kann – dem sogenannten Pre-IPO-Investing.

Im Folgenden erklären wir, was Pre-IPO-Investing bedeutet, wie es in der Praxis funktioniert und worauf Anleger unbedingt achten sollten, bevor sie eine Investitionsentscheidung treffen.

Was bedeutet „Pre-IPO“?

Ein Pre-IPO-Investment bezeichnet die Beteiligung an einem Unternehmen, das noch nicht börsennotiert ist – also bevor dessen Aktien an einer öffentlichen Börse gehandelt werden.

Zu diesem Zeitpunkt sind die betreffenden Unternehmen in der Regel bereits vergleichsweise reif: Sie erzielen häufig erhebliche Umsätze, verfügen über etablierte Geschäftsmodelle und werden von erfahrenen Investoren unterstützt. Vielfach bereiten sie sich bereits auf einen möglichen Exit – etwa einen Börsengang oder einen strategischen Verkauf – vor.

Typische Merkmale von Pre-IPO-Unternehmen:

  • Bewährtes Produkt oder bewährte Dienstleistung mit wachsender Marktakzeptanz
  • Starkes Umsatzwachstum und skalierender Betrieb
  • Institutionelle Investoren bereits auf der Cap Table
  • Erkennbarer Weg in Richtung Börsengang oder Übernahme

Diese Unternehmen sind häufig in Sektoren tätig, die von langfristigen Trends geprägt werden – etwa Technologie, Energiewende oder digitale Infrastruktur – und damit besonders relevant für zukunftsorientierte Anleger.

Warum Pre-IPO-Unternehmen für Investoren interessant sind

Investments in Pre-IPO-Unternehmen können Zugang zu Unternehmen bieten, bei denen noch erhebliches Wachstumspotenzial besteht – und das bei gleichzeitig bereits höherem Reifegrad als bei Frühphasen-Venture-Investments.

Anleger werden typischerweise durch eine Kombination aus strategischen und finanziellen Überlegungen angezogen:

  • Frühzeitiger Zugang zu Wachstum – Beteiligung am Renditepotenzial eines Unternehmens, bevor es an den öffentlichen Markt geht
  • Potenzielle Bewertungsgewinne – Chance auf Wertsteigerung beim Börsengang oder Exit
  • Diversifikation – Exposure gegenüber privaten Märkten neben börsennotierten Anlagen
  • Innovationszugang – Beteiligung an einigen der innovativsten Unternehmen weltweit

Gleichzeitig ist es wichtig anzuerkennen, dass Pre-IPO-Investmentmöglichkeiten nicht direkt mit börsennotierten Aktien vergleichbar sind. Der Anlagehorizont ist länger und das mit dem Investment verbundene Risiko ist höher.

Wie funktioniert Pre-IPO-Investing in der Praxis?

Anders als bei börsennotierten Aktien erfolgen Pre-IPO-Investments in der Regel indirekt über sogenannte Derivate, da der direkte Zugang zu Unternehmensanteilen häufig eingeschränkt ist.

In der Praxis funktioniert die Struktur typischerweise wie folgt:

  • Anleger zeichnen ein Finanzinstrument (z. B. eine Anleihe oder eine Beteiligungsstruktur)
  • Das Finanzinstrument ist so konstruiert, dass es die Rendite des Zielunternehmens abbildet
  • Das investierte Kapital wird gebündelt und über sogenannte Zweckgesellschaften (Special Purpose Vehicles, SPVs) eingesetzt
  • Diese SPVs erwerben Anteile am Zielunternehmen
  • Anleger erhalten eine finanzielle Beteiligung an der Wertentwicklung des Zielunternehmens

Das bedeutet: Anleger halten keine direkten Anteile am Zielunternehmen, sondern erlangen über eine strukturierte Konstruktion eine Beteiligung an dessen Rendite. Während diese Struktur den Zugang ermöglicht, bringt sie auch zusätzliche Ebenen mit sich, die es zu verstehen gilt – darunter rechtliche Struktur, Gebühren und Governance.

Pre-IPO investments are typically structured via special purpose vehicles that pool investor capital to acquire shares in the target company. Photo: Unsplash

Typische Exit-Szenarien bei Pre-IPO-Investments

Pre-IPO-Investments sind per se langfristige Anlagen, deren Rendite von einem erfolgreichen zukünftigen Exit-Ereignis abhängt. Der Exit kann sich erheblich verzögern, später als erwartet eintreten oder gänzlich ausbleiben.

Die häufigsten Exit-Wege sind:

  • Börsengang (IPO) – Das Zielunternehmen lässt seine Aktien an einer Börse notieren
  • Fusionen und Übernahmen (M&A) – Das Zielunternehmen wird von einem anderen Unternehmen übernommen
  • Sekundärtransaktionen – Die Anteile am Zielunternehmen werden an andere private Investoren verkauft

Es ist wichtig zu betonen, dass Zeitpunkt und Wahrscheinlichkeit eines Exits ungewiss sind. Selbst wenn ein Unternehmen Börsengangs-Ambitionen kommuniziert hat, können Marktbedingungen oder strategische Entscheidungen diesen Schritt verzögern oder verhindern. Hinzu kommt, dass Lock-up-Perioden nach einem Börsengang die sofortige Liquidität einschränken können.

Typischer Zeitablauf eines Pre-IPO-Investments

1
Investment – Sie zeichnen das Finanzinstrument und das Kapital wird in den SPV investiert
2
Haltephase (2–5 Jahre) – Das Kapital ist illiquide; das Unternehmen skaliert weiter in Richtung eines möglichen Exits
3
Exit-Ereignis – Börsengang, Übernahme oder Sekundärverkauf löst ein Liquiditätsereignis aus
4
Rendite – Erlöse werden über die SPV-Struktur an die Anleger ausgeschüttet (nach einem Börsengang können Lock-up-Perioden gelten)

Pre-IPO-Investitionen: Die wichtigsten Risiken verstehen

Investitionen in Pre-IPO-Unternehmen sind mit einem höheren Risikoniveau verbunden als traditionelle börsennotierte Aktien. Ein klares Verständnis dieser Risiken ist unabdingbar.

Wesentliche Risikofaktoren:

  • Totalverlustrisiko – Das eingesetzte Kapital kann vollständig verloren gehen
  • Illiquidität – Das Kapital ist typischerweise für mehrere Jahre gebunden
  • Strukturelle Komplexität – Indirekte Investmentstrukturen schaffen zusätzliche Ebenen
  • Bewertungsunsicherheit – Preisgestaltung im privaten Markt kann sich erheblich verändern
  • Externe Einflüsse – Marktbedingungen, Regulierung und makroökonomische Faktoren wirken sich auf Ergebnisse aus

Darüber hinaus sollten Anleger berücksichtigen, dass Gebühren, Verwässerungseffekte und Währungsschwankungen die tatsächliche Rendite weiter beeinflussen und die Performance mindern können.

Wichtiger Hinweis

Pre-IPO-Investments sind hochriskant und illiquide. Das Kapital kann für mehrere Jahre gebunden sein und vollständig verloren gehen. Diese Investments sollten ausschließlich als Teil eines gut diversifizierten Portfolios in Betracht gezogen werden. Höhere potenzielle Renditen gehen stets mit höheren Risiken einher.

Pre-IPO-Investments im Portfolio: Wie sie sich optimal einsetzen lassen

Investments in Pre-IPO-Unternehmen können innerhalb eines diversifizierten Portfolios eine wertvolle Rolle spielen – insbesondere für Anleger, die Exposure gegenüber Innovation und langfristigen Wachstumstrends suchen.

Dennoch sollten Pre-IPO-Unternehmen sorgfältig positioniert werden. In den meisten Fällen sind solche Investments am besten zu verstehen als:

  • Eine ergänzende Allokation zu traditionellen Anlagen wie börsennotierten Aktien oder Anleihen
  • Ein langfristiges Investment mit eingeschränkter Liquidität
  • Eine chancenorientierte Beteiligung, bei der das erwartete Risiko-Rendite-Verhältnis höher ist als bei traditionellen Investmentprodukten

Diversifikation über verschiedene Anlageklassen hinweg und ein klares Verständnis der einzelnen Zielunternehmen sind dabei unerlässlich.

Neue Investmentmöglichkeiten: Zugang für Privatanleger

Indem Invesdor Anlegern den Zugang zu Pre-IPO-Unternehmen ermöglicht, öffnet die Plattform Privatanlegern einen Marktbereich, der historisch gesehen professionellen Investoren vorbehalten war. So können Anleger am Renditepotenzial einiger der innovativsten Unternehmen weltweit partizipieren – noch bevor diese an die Börse gehen und der breiten Öffentlichkeit zugänglich werden.

Dieser Zugang geht jedoch mit erhöhter Komplexität und höheren Risiken einher. Das Verständnis der Struktur, die Bewertung des zugrunde liegenden Unternehmens und eine langfristige Perspektive auf das Investment sind allesamt entscheidende Elemente einer fundierten Investitionsentscheidung.

Wie bei jeder Investition gilt dabei ein unveränderliches Grundprinzip:

Höhere potenzielle Renditen gehen stets mit höheren Risiken einher – und der Aufbau eines diversifizierten Portfolios ist der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg.

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