Dürfen wir vorstellen? Das ist Hannah Reinicke

Hannah (27) ist Kampagnenmanagerin bei Invesdor. Dazu passt, dass sie sich schon immer fürs Schreiben und für Sprachen interessiert hat: Sie spricht Englisch, Französisch und Italienisch und hat vor ihrem Studium an der Wiesbaden Business School zwei Monate in Italien verbracht, um ihre Sprachkenntnisse noch zu vertiefen. Zwar kommt ihr Italienisch im Berufsalltag eher selten zum Einsatz, dafür umso mehr ihre Schreibfähigkeit: Hannah unterstützt die Unternehmen dabei, die Kampagnen zu schreiben, über welche die Geschäftsmodelle der Unternehmen, den Anlegern präsentiert werden. So wird aus kompliziertem Fachjargon eine ansprechende Investitionsmöglichkeit. Die gebürtige Frankfurterin liebt es, sich in neue Ideen hineinzudenken.

Hannah, eines deiner Lieblingsbücher ist “Der Marsianer“. Hat deine Vorliebe für Sciencefiction damit zu tun, dass du im Job so viel mit Innovationen zu tun hast und dich häufig in neuen Welten bewegst?

Hannah Reinicke: Naja, mit Sciencefiction hat mein Job ja zum Glück nicht so viel zu tun oder sagen wir: mit Science ja, mit Fiction nein (lacht). Schließlich bieten wir auf unserer Plattform nur Produkte an, von denen wir wissen, dass sie auch funktionieren. Aber ja, ich liebe Sciencefiction, Fantasy, Krimis und generell Bücher. Und an meinem Job mag ich besonders gerne, dass ich mich – ähnlich wie beim Lesen – immer wieder in neue Ideen hineindenken muss.

Apropos dein Job: Was genau machst du bei Invesdor?

Im Grunde genommen bin ich so eine Art „Übersetzerin“ zwischen Unternehmen und Anlegern. Die Unternehmen und Geschäftsmodelle, die bei mir auf dem Schreibtisch landen, mache ich mithilfe von Texten, Filmen und Bildern für die Anleger greifbar. Zu unseren Aufgaben – wir, unser Team-Head Nancy, unsere Werksstudentin Sophie, Vanessa und ich, sind zu viert – gehört also auch das Schreiben von Storyboards für die Kampagnenfilme, die Texterstellung und die Beschaffung von passenden Bildern. Außerdem analysieren wir den Verlauf jeder Kampagne und begleiten so die Unternehmen durch den gesamten Prozess.

Wie lange dauert es, so eine Kampagne zum Laufen zu bringen?

Zwischen zwei und vier Wochen, das kommt auf den Umfang an. Eine Zwei-Millionen-Euro-Kampagne braucht mehr Vorbereitungszeit als eine 300-Tausend-Euro-Kampagne, da wir umfangreichere Informationen zur Verfügung stellen. Es kommt aber auch auf die Komplexität des Geschäftsmodells an.

Als Kampagnenmanagerin erkennst du sicher schnell, ob ein Projekt gut bei den Anlegern auf eurer Plattform ankommen wird. Welche Themen sind besonders beliebt?

Alles aus dem Bereich Maschinenbau zum Beispiel, Technologie, die klassischen Mittelstandsthemen. Aber auch so echte Herzensthemen. Das sind meistens Produkte, die direkt für den Endkunden sind. Die Berliner Schnapsbrennerei Mampe war zum Beispiel so eine Herzensangelegenheit. Mampe ist die älteste Spirituosenmarke Berlins mit einer fast 200-jährigen Tradition. Da hat die Investitionsentscheidung ganz klar auch eine emotionale Komponente.

Und deine persönlichen Favorites?

Viel Spaß gemacht hat mir die Kampagne für Springlane, eine Firma für Küchenzubehör. Die fand ich optisch vom Markendesign her sehr cool und mir gefiel die Idee: zurück zum Selbermachen und Spaß in der Küche haben im modernen Design. Zum Beispiel deren Eis- oder Nudelmaschinen haben mich total angesprochen – obwohl ich eigentlich echt ungerne koche (lacht). Die haben auch eine Rezepte-App, daraus habe ich sogar selbst schon mal etwas zubereitet: Deren veganer Marmorkuchen ist immer wieder ein Highlight zum Geburtstag im Büro.

Kochen ist also nicht so dein Ding, aber Backen geht in Ordnung?

Auf jeden Fall! Meine Kuchen und Weihnachtsplätzchen kommen beim Rest des Teams auch immer wieder gut an.

Welche Kampagne war dein bisher größter Erfolg?

Unsere Kampagne für die L’Osteria war sehr erfolgreich, weil wir da über 2,3 Mio. Euro eingesammelt haben. Ohnehin sind es meistens die B2C-Produkte, also die Business-to-Customer-Produkte, bei denen der Endkunde der Anleger ist, die immer richtig Spaß machen.

Da gibt es dann sicher auch öfter mal Grund zu feiern …

Definitiv. In unserer Team-internen WhatsApp-Gruppe posten wir uns gegenseitig immer Updates zu laufenden Projekten und ich habe auf jeden Fall schon auf die eine oder andere besonders erfolgreich abgeschlossene Kampagne mit einem Glas Wein angestoßen.

Du hast ja selbst gesagt, in deinem Job bist du eine Art Übersetzerin. Kommst du da manchmal an deine eigenen Verständnis-Grenzen?

Es gab mal so ein Projekt über Titanverarbeitung. Das war am Anfang ganz schön kniffelig, bis ich die ganzen chemischen Vorgänge, die Maschine selbst und die vielen Fachbegriffe verstanden hatte. Und dann musste ich die Idee für die Anleger wieder in „normales“ Deutsch übersetzen. Aber das ist es ja gerade, was so viel Spaß macht: Am Ende ist man immer ein bisschen schlauer als vorher.

Wenn du selbst ein Unternehmen gründen würdest …

… wäre es wahrscheinlich etwas mit Büchern.

Worauf freust du dich am Ende deines Arbeitstags?

Auf meine Couch. Dann schaue ich entweder Netflix oder lese etwas.

Wie legst du selbst dein Geld an?

Ich versuche gerade, mich in das Thema ETFs einzuarbeiten…

Hast du eine Zukunftsvision für Invesdor?

Ich denke, dass wir von Invesdor künftig in noch mehr Ländern präsent sein werden – und mein Ziel ist es, mit meinem Tun Anleger und Unternehmer europaweit dabei zu unterstützen, ihre Visionen Realität werden zu lassen.

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